Für alle, die es nicht geschafft haben, die Bilder von Miki Früh im Stockwerk® anzusehen, sei hier die Gelegenheit gegeben, sich die Arbeiten online anzusehen.
Der diplomierte Kommunikationsdesigner Miki Früh untersucht Realität und Wahrnehmung. ”Form, Licht und Farbe sind die ersten, augenscheinlichen Wahrnehmungen”, lautet seine Überzeugung. Doch bleibt damit die Struktur im physischen und metaphysischem Sinn auf der Strecke? – Nein: “Die Struktur einer Realität hört genau dort auf, wo eine andere beginnt… ” postuliert Früh. Zeichnerisch soll seine These in dieser Ausstellung untersucht werden.
Vielen Dank allen Beteiligten und Besuchern für diesen schönen Erfolg! Besonders möchte ich den Käufern danken!
Das Hadern mit dem Kunstmarkt hat ein Ende gefunden – die zu hoch aufgebauten Anforderungen an andere und sich selbst sind als hemmende Barrieren erkannt – der Zugang zur Kunst hat sich wieder geöffnet. Kontakte mit anderen Künstlern im In- und Ausland waren maßgeblich an der Neuorientierung beteiligt, aber auch der Wunsch, die ‘Gesellschaft’ aufzurütteln und mit viel Humor und Intellekt, die eigenen kritischen Gedanken zu visualisieren.
Die Auseinandersetzung mit dem Unterschied von Wirklichkeit und Realität ist und bleibt die treibende Kraft für Miki Früh.
Als weit aufgespannten Rahmen wählt Miki Früh das Thema “Strukturen”, unter dessen Beleuchtung er mit facettenreichen Positionswechseln die Realität – subjektiv natürlich! – betrachtet und kritisch Politik und Gesellschaft, aber auch Natur- und Geisteswissenschaften untersuchen will.
Die deutliche Trennung zwischen Kunst und Karikatur ist noch nicht vollends abgeschlossen, zuerst musste sich die Unterscheidung der Denkweise von Gebrauchsgrafiker und Künstler deutlich herauskristallisieren. Eine Festlegung auf einen Stil oder ein Malmedium im vornherein, lehnt Früh ab – die Vielseitigkeit, Variation und Kombination beweisen seinen Anspruch und seine Experimentierfreudigkeit – auch auf die Gefahr hin, für Sammler und Kunstmarkt kaum berechenbar und schwer zuordbar zu sein. Sein fast schon diebischer Spaß und der Genuß an der freien Arbeit als Künstler verbieten es ihm geradezu, sich jetzt schon für immer festzulegen.
13.05.09 Fürstenfeldbrucker Tagblatt
Gröbenzell – Zu seiner zwölften Vernissage im Stockwerk scharte Christian Stock fünf sehr unterschiedliche Künstler um sich.
Der Emmeringer Künstler Miki Früh verschreibt sich in seinen 30 Bildern überwiegend der plakativen Aussprengtechnik und stellt mit seinem Blick auf unterschiedlichste Strukturen einen Bezug zur Gegenwart her: “Meine Kunst darf und soll auch politisch betrachtet werden, die Natur und natürlich auch die Gesellschaft miteinbeziehen”, lautet seine Überzeugung. ,