20. Juni 2010

meta>fern

Text zu Ansichten und Entstehung der Bilder für die

Ausstellung in der Bayerischen Krebsgesellschaft 2010

Einleitung
Strukturen stellen zugleich Betrachtungsweise und Methodik für die Realität in den Bildern von Miki Früh dar. Strukturen, wie sie als systemische Zusammenhänge vorkommen, und Strukturen, die klar erkennbar und auf den ersten Blick erfahrbar sind. Es ist besonders die Schicht darunter, die zu entdecken und aufzudecken, den Nährboden für seine Bilderwelten liefern. Das Alltägliche, aber meist Ungesehene tritt hiermit zu Tage. Dinge, Vorkommen, Verhaltensweisen gewinnen mit diesem Ansatz, die Welt zu betrachten, ihre tiefere Bedeutung, erhalten einen neuen Kontext und legen ein ganzes Netzwerk an Gedanken offen. Durch die Analyse der Strukturen, werden oft neue Symbole gefunden und mit erweiterten Bedeutungen aufgeladen – sie werden Repräsentanten von neuen Zusammenhängen.
Anhand dieser Methodik stellt sich nun Miki Früh der Aufgabe, sich mit dem Thema Krebs auseinander zu setzen.
Krebs – die Krankheit, die selten im ‘normalen’ und alltäglichen Leben Gesprächsstoff ist, hat mit schlimmen Leid zu tun, konfrontiert oft mit der Konsequenz Tod. Ganze (ferne|entlegene) Welten tun sich da auf: Die eigene Scheu und Abwehr, sich dem Thema zu nähern wird Bildinhalt.

Skizzen, Einblicke ins Atelier und ein paar Bilder der Ausstellung…

Die Herangehensweise
Da zerfallen Lebensentwürfe, werden Sinn- und Schicksalsfragen gestellt, Orientierung und Hilfe gesucht, Verzweiflung, Resignation, aber auch neuer Mut wird gefasst, der Krankheit die Stirn geboten.
Zum Teil leise, introvertiert und zaghaft finden erste Versuche statt, sich darauf einzulassen und Bilder zu finden – zum anderen schreit etwas stumm auf, will laut sein, nimmt sich dann aber wieder zurück. Ein Hin- und her an Betrachtungsweisen entsteht, muss gebündelt werden, eine Aussage, ein Symbol gefunden werden. Rücksicht und Vorsicht gehen einher – immer darauf blickend, keinen Erkrankten oder Angehörigen belehren oder gar beleidigen zu wollen.
Die Desorientierung, der Schock, die Psyche werden symbolhaft, fast surreal als Bilder umgesetzt – das Unsägliche nachempfunden. Ständig entschlüpft das Thema in einer Verzweigung von Bedeutungen. Dann kristallisieren sich Bilder heraus, die einige Aspekte beleuchten aber längst nicht allen gerecht werden können. weiterlesen

6. Mai 2010

Ausstellung “meta>fern”

Eine Ausstellung der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V.
mit Bildern des Künstlers Miki Früh

VERNISSAGE

Am 6. Mai 2010, ab 19.00 Uhr
Nymphenburger Straße 21 a
80335 München
Die Ausstellung ist geöffnet vom 6. Mai – 30. September 2010
jeweils von Mo-Fr: 9.00 – 17.00 Uhr

Öffentliche Verkehrsmittel sind zu empfehlen, da in der Regel Parkplätze in der Gegend um diese Uhrzeit Mangelware sind.
5 Minuten zu Fuß (Richtung Cinema) von der U-Bahn-Haltestelle Stiglmaierplatz aus.
Ich freue mich auf Ihren Besuch,
Miki Früh
P.S.: Details zur Ausstellung erscheinen erst nach der Vernissage.
17. Februar 2010

AUSSTELLUNG

Leistungsträger Der KUNSTKREIS GERMERING e.V. stellt vom 26.02. bis 01.04.2010 im Kundenzentrum der Stadtsparkasse Fürstenfeldbruck aus.

Titel der Jahresausstellung ist “Schräg”

Die Ausstellung ist während der Geschäftszeiten in der Hauptstrasse 8, 82256 Fürstenfeldbruck zu sehen.

Die Vernissage ist am Donnerstag, 25.02.2010 um 19:00 Uhr.

Ich freue mich auf Ihren Besuch, M. Früh

Nachtrag:

Wenn Sie sich ein Bild von der Vernissage machen wollen, so finden Sie auf der Internetseite des Kunstkreis Germering einige Impressionen von der Vernissage.

2. September 2009

Illustration für Klosterschokolade

zotter1 Im Zuge der Produktvermarktung für die Erzabtei St. Ottilien wurde gemeinsam mit dem Kloster Münsterschwarzach die feine Zotter-Schokolade aufgelegt. Die aus der Mission in Tansania verwendeten Cashew-Nüsse und die Kakaobohnen aus kontrolliert biologischem Anbau werden fair gehandelt, daher trägt diese Edition auch das Fair-Trade-Logo. Afrika, sprich Tansania und die Erzabtei St. Ottilien, sowie Lebensfreude – Schokolade steht hier für Genuß – treffen in dieser Illustration zusammen. Die Farbigkeit ist an die Landesfarben Tansanias angelehnt, der Stil bewusst einfach und an afrikanische Masken erinnernd gewählt – das macht Appetit!

Zu beziehen ist die feine Schokolade mit der Illustration von Miki Früh direkt in der Erzabtei St. Ottilien. (Die Schokolade für Münsterschwarzach schmückt eine andere Gestaltung)

Die Gestaltung der Verpackung erscheint demnächst auf der Internetseite des Kommunikationsdesigners – hier an dieser Stelle geht es nur um die Illustration.

8. Juli 2009

Illustrationen…

Das ‘Problem’ der Vielseitigkeit: Ein weites Spektrum oder nur eine simple Reduktion auf das Wesentliche? – Die Gradwanderung zwischen Beliebigkeit oder dem Wunsch zur Mitteilung? Die Fülle der Zeichnungen und Bilder von Miki Früh erscheint derzeit noch willkürlich gestreut – zumindest in der Veröffentlichung, das Archiv wird aufgeräumt und nummeriert, manche Arbeiten müssen erst noch fotografiert werden… und dennoch wird es niemals möglich sein, alles Gedachte in Kürze oder Übersichtlichkeit darzubieten – denn der Schaffensprozess schreitet voran, wird niemals dem ‘Jetzt’ gerecht, hinkt immer hinterher.

Hier also eine kleine Auswahl an Illustrationen, so eben mal schnell ins Netz gestellt. Weitere Illustrationen werden in Zukunft auf diesen Seiten Veröffentlicht…

25. Juni 2009

Ausstellung im Stockwerk 2009

Ohne Titel Für alle, die es nicht geschafft haben, die Bilder von Miki Früh im Stockwerk® anzusehen, sei hier die Gelegenheit gegeben, sich die Arbeiten online anzusehen.

Der diplomierte Kommunikationsdesigner Miki Früh untersucht Realität und Wahrnehmung. ”Form, Licht und Farbe sind die ersten, augenscheinlichen Wahrnehmungen”, lautet seine Überzeugung. Doch bleibt damit die Struktur im physischen und metaphysischem Sinn auf der Strecke? – Nein: “Die Struktur einer Realität hört genau dort auf, wo eine andere beginnt… ” postuliert Früh. Zeichnerisch soll seine These in dieser Ausstellung untersucht werden.

Vielen Dank allen Beteiligten und Besuchern für diesen schönen Erfolg! Besonders möchte ich den Käufern danken!

18. Juni 2009

Position 2009

Das Hadern mit dem Kunstmarkt hat ein Ende gefunden – die zu hoch aufgebauten Anforderungen an andere und sich selbst sind als hemmende Barrieren erkannt – der Zugang zur Kunst hat sich wieder geöffnet. Kontakte mit anderen Künstlern im In- und Ausland waren maßgeblich an der Neuorientierung beteiligt, aber auch der Wunsch, die ‘Gesellschaft’ aufzurütteln und mit viel Humor und Intellekt, die eigenen kritischen Gedanken zu visualisieren.

Die Auseinandersetzung mit dem Unterschied von Wirklichkeit und Realität ist und bleibt die treibende Kraft für Miki Früh.

Als weit aufgespannten Rahmen wählt Miki Früh das Thema “Strukturen”, unter dessen Beleuchtung er mit facettenreichen Positionswechseln die Realität – subjektiv natürlich! – betrachtet und kritisch Politik und Gesellschaft, aber auch Natur- und Geisteswissenschaften untersuchen will.

Die deutliche Trennung zwischen Kunst und Karikatur ist noch nicht vollends abgeschlossen, zuerst musste sich die Unterscheidung der Denkweise von Gebrauchsgrafiker und Künstler deutlich herauskristallisieren. Eine Festlegung auf einen Stil oder ein Malmedium im vornherein, lehnt Früh ab – die Vielseitigkeit, Variation und Kombination beweisen seinen Anspruch und seine Experimentierfreudigkeit – auch auf die Gefahr hin, für Sammler und Kunstmarkt kaum berechenbar und schwer zuordbar zu sein. Sein fast schon diebischer Spaß und der Genuß an der freien Arbeit als Künstler verbieten es ihm geradezu, sich jetzt schon für immer festzulegen.

2. Juni 2009

Genesis und Graffiti

13.05.09 Fürstenfeldbrucker Tagblatt

Gröbenzell – Zu seiner zwölften Vernissage im Stockwerk scharte Christian Stock fünf sehr unterschiedliche Künstler um sich.

Die Künstler Der Emmeringer Künstler Miki Früh verschreibt sich in seinen 30 Bildern überwiegend der plakativen Aussprengtechnik und stellt mit seinem Blick auf unterschiedlichste Strukturen einen Bezug zur Gegenwart her: “Meine Kunst darf und soll auch politisch betrachtet werden, die Natur und natürlich auch die Gesellschaft miteinbeziehen”, lautet seine Überzeugung. weiterlesen

Seite 2 von 212